6 Tage hochwertiger Schießsport und DSB-Erfolge in Berlin

 

Der Lapua IWK Berlin 2026 ist am Sonntag mit Ergebnissen auf Weltspitzenniveau zu Ende gegangen! Christian Reitz setze sich mit der Luftpistole im Finale gegen Arjun Sing Cheema aus Indien und dem Malaysier Jonathan Wong Guanjie durch. Im Vorkampf glänzte er schon mit 586 Ringen!

Ganz starke 591 Ringe zauberte Doreen Vennekamp mit der Sportpistole hin. Platz 1 im Vorkampf. Im Finale musste sie aber der Französin Camille Jedrzejewski den Vorrang lassen und wurde Zweite. Monika Karsch auf Platz 3 und Josefin Eder auf der 4 rundeten die guten Ergebnisse der DSB-Frauen ab.

Die DSB-Pistolen-Junioren waren mit der Luft- und Sportpistole vertreten. Auf das Podium schaffte es aber nur David Obenaus, dem am Schluss im Finale etwas die Puste ausging. Lange in Führung liegend verhinderten 2 Achter den Sieg. Platz 3 aber immerhin.

 

Der Internationale Wettkampf in Berlin war wieder bestens vorbereitet. Lob für die Anstrengungen von allen Seiten. Die Sportler zahlten das mit sehr guten Ergebnissen zurück. Den Anfang machte der Schwede Marcus Madsen, der den Vorkampf Luftgewehr mit 633,3 Ringen als Erster beendete und auch im Finale nichts anbrennen ließ. Auch im Dreistellungskampf war er das Maß aller Dinge, zumindest im Finale, dass er mit 7,5 Ringen Vorsprung gewann. Alexander Karl war aus deutscher Sicht die Überraschung, denn er, noch in der Juniorenklasse startberechtigt, setzte sich gegen hochrangige Schützen der Herrenklasse durch und holte Silber hinter Marcus Madsen.

Hat schon jemals ein Schnellfeuerschütze ein Halbprogramm bei einem internationalen Wettkampf mit der Maximalringzahl 300 beendet, seitdem die Pistole im Kaliber .22 lfB geschossen wird? Wenn nicht, dann war der Inder Anish Bhanwal der Erste, dem dieses Kunststück gelang! Er gewann auch das Finale des ersten Wettkampfes in Berlin, wenn auch erst nach Stechen gegen den Polen Oskar Miliwek. Am nächsten Tag, beim 2.Wettkampf, versetzte Anish noch einmal alle Anwesenden in ein ungläubiges Staunen: Von den 8 geschossenen 4-Sekunden-Serien schloss er 6 mit 5 Treffern ab. Die beiden anderen ergaben 4 Hits. 38 Hits insgesamt in einem Finale bedeuten eine vielleicht einmalige Leistung (7 Treffer über dem noch jungen Weltrekord im neuen Finalmodus), der nur schwer zu wiederholen sein dürfte.

 

Ein Treffen der besonderen Art fand am Samstag in der Schießsportanlage „Walther-Arena“ statt. Auf ein Wiedersehen nach langer Zeit freuten sich der ehemalige Bundestrainer Pistole Peter Kraneis mit Weggefährten aus alten Zeiten: Stefanie Thurmann, Ralf Schumann, Hannes Kratzer, Dorjsuren Munkhbayar, Uwe Potteck, Gernot Eder…alles klangvolle Namen des deutschen Schießsportes.

 

So gäbe es noch mehr Geschichten vom 31. Lapua IWK Berlin zu erzählen. Es gab so viele lobende Worte an den Veranstalter, dem PSV Olympia Berlin, dass dieser schon jetzt hoch motiviert ist, die 32. Ausgabe im nächsten Jahr (19.-25.04.27) anzugehen.